Schneizlreuth – Am Sonntag, den 12. April 2026, hielt der Trachtenverein D‘Reiteralmer Jettenberg sein traditionelles Jahramt ab.
Dekan Moderegger gestaltete einen sehr schönen und würdevollen Gottesdienst, der allen Generationen gerecht wurde. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das ehrende Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder. In stiller Andacht erinnerte man sich an ihr Wirken und ihre Verbundenheit mit dem Verein.
Im Anschluss daran versammelten sich Mitglieder und Gäste zur Feierlichkeit im Gasthaus Schneizlreuth, bei der langjährige Vereinszugehörigkeit und besonderes Engagement gewürdigt wurden. Für 25 Jahre Treue zum Verein wurden Marion Campestrini, Anja Kastner sowie Martin Kastner ausgezeichnet.
Besonders umfangreich fiel die Ehrung für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit aus. Hier wurden nicht nur die lange Mitgliedschaft, sondern auch die zahlreichen Funktionen und Verdienste gewürdigt:
Anita Bauregger begann ihre Vereinslaufbahn in der Kindergruppe, war anschließend aktiv und übernahm früh Verantwortung als 2. Jugendleiterin und später als 1. Schriftführerin. Anschließend engagierte sie sich als Röckifrauenvertreterin und ist seit 2007 als Chronistin für die Dokumentation der Vereinsgeschichte verantwortlich.
Renate Bauregger war zunächst in der Kindergruppe und anschließend aktiv. Später war sie als 3. Kassierin sowie als Vereinswartin tätig.
Mathias Bauregger war ebenfalls in der Kindergruppe aktiv und tanzte anschließend bei den Aktiven, zudem war er Vorplattler.
Franz Bauregger war zunächst in der Kindergruppe sowie bei den Aktiven tätig und brachte sich später als Revisor in die Kontrolle der Vereinsfinanzen ein.
Herbert Campestrini engagierte sich in der Kindergruppe und war anschließend aktives Mitglied.
Robert Gridling war zunächst in der Kindergruppe und anschließend aktiv. Er übernahm das Amt des Fähnrichs, war 2. Kassier, wirkte als Beisteher und war zudem als Böllerschütze aktiv.
Lisa Hiltermann-Engel war wie auch die anderen in der Kindergruppe und bei den Aktiven im Verein vertreten.
Marcus Köppl kann auf ein besonders vielseitiges Engagement zurückblicken, zu dem gehören Kindergruppe, aktive Zeit, mehrfach Beisteher, 1. Jugendleiter sowie seit 1990 Böllerschütze. Darüber hinaus ist er immer wieder als Revisor tätig.
Irmi Strobel war in der Kindergruppe und anschließend aktiv. Später engagierte sie sich als Jugendleiterin sowie als 2. Schriftführerin.
Eine besondere Auszeichnung erhielt Erna Kirchmair zu ihrem 50 jährigen Jubiläum mit dem Goldenen Gauehrenabzeichen, das von Gebietsvertreter Max Danzl überreicht wurde. Sie war von 2004 bis 2009 Röckifrauenvertreterin und ist seit vielen Jahren eine verlässliche Helferin bei Festen, insbesondere beim Kuchenbacken und -verkauf. Zudem war sie regelmäßig in Maria Eck sowie bei Gaufesten vertreten.
Da Erna Kirchmair selbst nicht anwesend sein konnte, nahm ihr Ehemann Horst, der selbst für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde, die Ehrung entgegen.
Auch Josefa Häusl, die dem Verein über Jahrzehnte hinweg eng verbunden ist, wurde mit dem goldenen Gauehrenabzeichen ausgezeichnet. Dies wurde stellvertretend an Tochter Regina Häusl-Leins übergeben, da auch Josefa Häusl nicht anwesend sein konnte.
Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Rudi Dietrich als Gründungsmitglied der Böllerschützen geehrt.
Auf 65 Jahre Vereinszugehörigkeit kann Helmut Egger zurückblicken.
Für beeindruckende 70 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Anni Binder sowie Alois Gridling ausgezeichnet. Letzterer wurde zudem hierfür vom Gau geehrt. Er war als Fähnrich, 3. Kassier sowie als Böllerschütze aktiv. Im Jahr 2007 erhielt er bereits das Goldene Gauehrenabzeichen.
Eine außergewöhnliche Ehrung für 80 Jahre Mitgliedschaft erhielt Erika Kari. Dieser wurde mit einem Blumenstrauß zu Hause gratuliert.
Zuletzt wurde dem ehemaligen Böllerschützenmeister Georg Öhlschuster und seinem ehemaligen Stellvertreter Hubert Loider für ihre jahrzehntelange Tätigkeit als Vorsitzende der Böllerschützen (24 und 28 Jahre) mit einem kleinen Präsent als Andenken an ihr Engagement gedankt.
Für einen besonderen Höhepunkt sorgte die Kindergruppe des Vereins, die mit ihren Auftritten das Publikum begeisterte und einmal mehr zeigte, dass Brauchtum und Tradition auch in der nächsten Generation fest verankert sind. Mit viel Freude und Engagement präsentierten die jungen Trachtler ihr Können und wurden mit großem Applaus belohnt.
So wurde das Jahramt nicht nur zu einem Tag des Gedenkens, sondern auch zu einem eindrucksvollen Zeichen für Zusammenhalt, Tradition und gelebte Vereinsgemeinschaft über Generationen hinweg.